Gemeinsame Werte und Ziele sind die Grundlage für das Zusammenleben an unserer Schule. Dabei verstehen wir uns alle als Gemeinschaft, die sich gegenseitig annimmt und achtet. Vielfalt ist spannend und notwendig, heißt es im Leitbild der Frieda-Glücksmann-Oberschule (FGO). Dass dies nicht nur geschrieben oder gesagt, sondern auch gelebt wird, ist die Grundvoraussetzung für das Entstehen einer Gesellschaft im Kleinen. Eine Gesellschaft, wie es die FGO ist – einfach ein Ort zum Wohlfühlen. Um dies zu gewährleisten ist es wichtig, Neues kennenzulernen, über den Tellerrand zu blicken und offen für Verschiedenartigkeit zu sein.

Führte durch den Tag in der Moschee: Ender (rechts), der viele Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete.
Was das bedeuten kann, haben Jugendliche der Glücksmann-Oberschule bei einem Besuch einer Moschee in Neukölln kennengelernt. Wenn es sie vielleicht gab, war Irritation schnell abgelegt und das Ausziehen der Schuhe beim Betreten des Hauses kein Problem mehr. Vielmehr war die Neugier geweckt, sitzend auf dem weichen Teppich die Räumlichkeiten zu erkunden. „Die Moschee ist ein Versammlungsort des Gebetes, kann aber auch einfach nur ein Raum zum Chillen sein“, sagt Ender, der die Klassen 8.1 und 8.2 in Neukölln begrüßte und mit seiner Art sofort eine lockere Atmosphäre schaffte. „Man kann hier sogar in den letzten Tagen des Ramadan übernachten. Das ist eine Tradition“, so Ender, der Moscheen als farbenfroh und lebendig beschreibt.

Viel Neues kennengelernt: Nur wenige Jugendliche hatten bisher einen Koran, die heilige Schrift des Islams, in ihren Händen.
Und, so wie in Neukölln, könne es vorkommen, dass vieles in einer Moschee nicht gerade stehe. Einiges, wie beispielsweise der Teppich, sei in Richtung Mekka ausgerichtet. Damit war eine von vielen Fragen beantwortet, welche die Jugendlichen interessierten. Dass Muslime neben einem „normalen“ auch einen Mondkalender haben, sorgte ebenso für Eindruck wie das getrennte Beten von Frauen und Männern.

Mekka: Vieles in einer Moschee ist in Richtung der Saudi-Arabischen Stadt ausgerichtet.
Eingebettet ist der Besuch der Moschee in den Unterricht des Faches Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde. In diesem wird das Thema auch weiter bearbeitet, vertieft und damit das gefördert, was eine Gemeinschaft ausmacht – Anerkennung, Respekt und Akzeptanz der Vielfalt.
Fotos/Text: Steffen Kretschmer
